Narzissmus

Der Narzisst ist völlig von sich begeistert!

Silvio Berlusconi, Christiano Ronaldo, Coco Chanel und Salvador Dali sind hier nur einige Beispiele.
Selbstverliebt, sich selbst bewundernd und maßlos überschätzend, dabei rücksichtlos, kalt und kaum interessiert an ihren Mitmenschen.

Der Begriff Narzissmus stammt aus der griechischen Mythologie.
Der hübsche Göttersohn Narziss hatte demnach eine unglaubliche Anziehungskraft.
Die Damen lagen ihm reihenweise zu Füssen, aber in seinem Stolz und in seiner Überheblichkeit hat er sie alle abblitzend lassen.
Eines Tages hat er sich an einem See niedergelassen, sein Spiegelbild erblickt und sich grenzenlos in sich selbst verliebt.
Über den Ausgang der Geschichte gibt es mehrere Versionen, jedenfalls fällt er beim Versuch, sich selbst zu küssen ins Wasser und ertrinkt.

Heute ist der Narzissmus als Persönlichkeitsstörung in unterschiedlichen Ausprägungen bekannt.
Narzissten lieben sich selbst. Aber ihr Selbstwert ist oft gering. Sie sind nämlich von der Anerkennung, Bewunderung und von Streicheleinheiten Anderer abhängig. Werden sie ihm verweigert, fällt der Narzisst in ein tiefes Loch.

Der Narzisst braucht Macht und Kontrolle.
Narzissten suchen Fans, keine Freunde oder Kollegen.
Sie sind Meister des perfekten ersten Eindruckes.
Es umgibt sie eine anziehende Aura. Sie sind meist attraktiv, wortgewandt, besitzen Charme und gerne auch mal regelrechte Star-Allüren.

Kritik wird als Bedrohung erlebt und der Narzisst besitzt keine Empathie für seine Mitmenschen.
Der Begriff Narzisst wird umgangssprachlich gerne gebraucht für Menschen, die übersteigerte Ich-Anforderungen haben.

Leidet ein echter Narzisst?
Untersuchungen haben ergeben, dass der richtige Narzisst zufrieden ist mit sich und seinem Leben, sowie emotional stabil.
Brad Bushman, Professor für Kommunikation und Psychologie an der Ohio State University sagt, dass eine einzige Frage ausreicht, um einen Narzissten zu entlarven:
„Auf der Skala von 1 bis 7 – wie sehr stimmen Sie der Aussage zu: Ich bin ein Narzisst?“
Wenn in allen anderen Persönlichkeitsstörungen die Krankheitseinsicht fehlt, so empfindet es der Narzisst also großartig, ein solcher zu sein. Je narzisstischer die Persönlichkeit, umso wahrscheinlicher stimmt er dieser Aussage zu.
Narzissten lieben sich für das, was sie sind. Es macht sie besonders.

Oder wie es Oscar Wilde einmal sagte: „Sich selbst zu lieben, ist der Beginn einer lebenslangen Romanze.“
Aus diesem Grund wird einem der richtige Narzisst eher selten bis gar nicht in der Praxis begegnen. Eher seine Opfer.

Das Leiden der Opfer von Narzissten!
Viele kennen das Gefühl, es immer und jedem recht machen zu müssen. Verstrickt man sich dann in eine Beziehung mit einem Narzissten, kommt es zum sogenannten „Echoismus“. Der Echoismus ist ein psychischer Zustand, in den ein Angehöriger des Narzissten geraten kann, indem die eigenen Wünsche und Bedürfnisse immer zum Vorteil des anderen hinten angestellt werden.

Die Figur „Echo“ stammt ebenfalls aus der griechischen Mythologie. Die Bergnymphe verliebte sich unsterblich in den schönen Narziss und konnte aufgrund eines Fluchs immer nur seine Aussagen wiederholen.
Ein Phänomen, worüber auch der Psychologe Craig Malkin schreibt (Harvard Medical School)
Echo wird von Narziss zurückgewiesen, worauf ihr Herz bricht und sie zu einem Felsen wird, der noch heute das Echo zurückwirft.

Echoisten verlieren ihre eigene Stimme, bzw. Meinung und werden in Folge vom ausbeuterischen und überheblichen Narzissten ausgenutzt. Das geht hin bis zur Selbstverleugnung.

Besonders drastisch wird es, wenn der Narzisst mit „Gaslighting“ arbeitet.
Er benutzt Manipulationstechniken um das Opfer zu destabilisieren, immer weiter zu verwirren, so dass es irgendwann an seinem eigenen Verstand zweifelt.
Zum Beispiel werden Gegenstände umgestellt und behauptet, sie wären schon immer so gestanden. Oder Ereignisse werden verdreht und behauptet, es sei genauso gewesen.
Es werden gar Ereignisse erfunden und gesagt, das Opfer wäre doch dabei gewesen.
Dinge werden ständig verdreht und das Opfer glaubt irgendwann, nicht mehr „alle Tassen im Schrank“ zu haben. Und ist der eigene Verstand erst mal per Manipulation so richtig eingenebelt, ist es sehr schwer für den Betroffenen, sich aus dieser toxischen Verbindung zu lösen.
Er liebt ja seinen Partner und glaubt, was er sagt. Im Gegenteil, die Abhängigkeit wird immer grösser und der eigenen Wahrnehmung letztendlich gar nicht mehr geglaubt.

Das ist psychischer Missbrauch.

Aus diesem Grund treffe ich in meiner Praxis nur die Opfer, niemals den Narzissten selbst.

Leidest du in deiner Beziehung unter einem Narzissten?
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Wir stellen dein Grundvertrauen in dich selbst wieder her, damit du leicht und glücklich in eine neue Zukunft starten kannst.

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